Beschwerde

Du bist mit einer Entscheidung von 123yo nicht einverstanden? Dann widersprich ihr hier. Dieses interne Beschwerdeverfahren ist kostenlos, läuft vollständig elektronisch ab und steht dir nach Artikel 20 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act, DSA) zu.


Wogegen du dich beschweren kannst

Das Beschwerdeverfahren erfasst alle Entscheidungen, die wir aufgrund einer Meldung oder aufgrund eines Verstoßes gegen unsere AGB getroffen haben, insbesondere:

  • dein Inserat wurde entfernt oder gesperrt oder in seiner Sichtbarkeit eingeschränkt
  • dein Nutzerkonto wurde gesperrt – vorübergehend oder dauerhaft
  • dein Vertrag wurde außerordentlich gekündigt (§ 13 Abs. 3 AGB)
  • einzelne Funktionen wurden eingeschränkt (§ 13 Abs. 4 AGB)
  • du hast einen Inhalt gemeldet und wir sind nicht tätig geworden – auch dagegen kannst du dich beschweren
  • wir haben die Bearbeitung deiner Meldungen ausgesetzt (Art. 23 Abs. 2 DSA)

Frist: Du kannst dich bis zu sechs Monate nach Zugang unserer Entscheidung beschweren (Art. 20 Abs. 1 DSA).


So legst du Beschwerde ein

Schicke uns eine E-Mail an info@123yo.de mit dem Betreff „Beschwerde“. Alternativ per Post an: Tu-Thuong Tran, Stichwort: Beschwerde, Petersburger Straße 40, 10249 Berlin.

Bitte nenne uns dabei:

  1. Um welche Entscheidung geht es? Am einfachsten ist es, wenn du unsere Mitteilung („Statement of Reasons“) weiterleitest oder das darin genannte Aktenzeichen angibst.
  2. Dein Nutzername oder die im Konto hinterlegte E-Mail-Adresse, damit wir den Vorgang zuordnen können.
  3. Warum hältst du die Entscheidung für falsch? Schildere den Sachverhalt aus deiner Sicht.
  4. Belege, sofern vorhanden – etwa Rechnungen, Lizenzen, Berechtigungsnachweise oder Screenshots.

Wie wir deine Beschwerde bearbeiten

  1. Eingangsbestätigung. Wir bestätigen dir den Eingang unverzüglich elektronisch.
  2. Prüfung durch einen Menschen. Wir prüfen deine Beschwerde zeitnah, diskriminierungsfrei, sorgfältig und frei von Willkür. Die Entscheidung wird nicht allein automatisiert getroffen – eine natürliche Person mit der erforderlichen Sachkunde sieht sie sich an (Art. 20 Abs. 6 DSA).
  3. Korrektur, wenn wir uns geirrt haben. Stellt sich heraus, dass unsere ursprüngliche Entscheidung falsch war, machen wir sie unverzüglich rückgängig – das gesperrte Inserat wird wiederhergestellt, das Konto entsperrt (Art. 20 Abs. 4 DSA).
  4. Begründete Antwort. Du erhältst unsere Entscheidung mit Begründung sowie einen Hinweis auf die nachfolgend beschriebenen weiteren Möglichkeiten.

Wenn du mit unserer Beschwerdeentscheidung nicht einverstanden bist

Außergerichtliche Streitbeilegung (Art. 21 DSA)

Du hast das Recht, eine nach Art. 21 DSA zertifizierte außergerichtliche Streitbeilegungsstelle deiner Wahl anzurufen, um den Streit über unsere Entscheidung beizulegen. Die Zertifizierung erfolgt durch den jeweils zuständigen Koordinator für digitale Dienste; eine aktuelle Übersicht der zertifizierten Stellen führt die Europäische Kommission.

Wir wirken an einem solchen Verfahren nach Maßgabe des Art. 21 DSA nach Treu und Glauben mit. Die Entscheidung einer solchen Stelle ist für die Beteiligten nicht bindend – der Weg zu den ordentlichen Gerichten bleibt dir jederzeit offen.

Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde (Art. 53 DSA)

Unabhängig von allem Vorstehenden kannst du dich jederzeit beim Koordinator für digitale Dienste beschweren. Zuständig ist in Deutschland die Bundesnetzagentur:

Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
Koordinator für digitale Dienste
Tulpenfeld 4
53113 Bonn
Website: www.bundesnetzagentur.de

Gerichtlicher Rechtsweg

Der ordentliche Rechtsweg ist durch keines der hier beschriebenen Verfahren ausgeschlossen. Es gelten die Regelungen zu anwendbarem Recht und Gerichtsstand nach § 14 unserer AGB.


Gewerbliche Nutzer (P2B-Verordnung)

Bist du gewerblicher Nutzer im Sinne der Verordnung (EU) 2019/1150 (P2B), kannst du dasselbe Verfahren nutzen. Beschwerdefähig sind insbesondere behauptete Verstöße gegen die P2B-Verordnung, technische Probleme mit erheblichen Auswirkungen auf dein Angebot sowie Maßnahmen oder Verhaltensweisen, die dich unmittelbar betreffen.

Bei einer beabsichtigten Beendigung der Diensterbringung erhältst du eine Begründung auf dauerhaftem Datenträger und – vorbehaltlich der Ausnahmen des Art. 4 Abs. 4 P2B-VO – eine Vorankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen (§ 13 Abs. 6 AGB).

Hinweis zur Mediation: Die Betreiberin ist Kleinst- bzw. Kleinunternehmen im Sinne des Anhangs der Empfehlung 2003/361/EG. Die Pflicht zur Benennung von Mediatoren nach Art. 12 P2B-VO findet daher gemäß Art. 1 Abs. 3 P2B-VO keine Anwendung. Eine einvernehmliche Mediation im Einzelfall bleibt davon unberührt.


Abgrenzung: andere Anliegen

Verbraucherschlichtung (VSBG): Die Betreiberin ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes teilzunehmen (§§ 36, 37 VSBG; § 14 Abs. 5 AGB). Davon unberührt bleibt das oben beschriebene Verfahren nach Art. 21 DSA, das eigenständig neben dem VSBG steht.


Kontakt

Tu-Thuong Tran (Einzelunternehmerin, Betreiberin der Plattform „123yo“)
Petersburger Straße 40
10249 Berlin
Telefon: +49 1522 4592444
E-Mail: info@123yo.de