Allgemeine Geschäftsbedingungen

Nutzungsbedingungen für die Online-Marktplatzplattform „www.123yo.de“

Stand: 24.06.2026  |  Version: 1.1

§ 1 Geltungsbereich und Vertragsparteien

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln das Vertragsverhältnis zwischen

Tu-Thuong Tran (Einzelunternehmerin, Betreiber der Plattform „123yo“)
Petersburger Straße 40
10249 Berlin
Telefon: +49 1522 4592444
E-Mail: info@123yo.de
Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG – es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

(nachfolgend „Betreiber“ oder „wir“) und den Nutzern der unter www.123yo.de erreichbaren Online-Marktplatzplattform „123yo“ (nachfolgend „Plattform“).

(2) Nutzer im Sinne dieser AGB sind:

  • a) Inserenten / Verkäufer: natürliche oder juristische Personen, die nach Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements Waren oder Dienstleistungen über die Plattform anbieten;
  • b) Interessenten / Käufer: Personen, die die Plattform zur Einsichtnahme oder Kontaktaufnahme mit Inserenten nutzen.

(3) Diese AGB gelten in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Betreiber stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

(4) Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

(5) Soweit der Nutzer Unternehmer ist, gelten ergänzend die Bestimmungen der Verordnung (EU) 2019/1150 (P2B-Verordnung).

§ 2 Leistungsbeschreibung / Beschreibung der Plattform

(1) Der Betreiber stellt unter www.123yo.de eine rein technische Vermittlungsplattform zur Verfügung, über die Inserenten eigenverantwortlich Inserate für Waren und Dienstleistungen veröffentlichen und mit Interessenten in Kontakt treten können.

(2) Der Betreiber ist ausschließlich Vermittler im Sinne des Art. 6 der Verordnung (EU) 2022/2065 („Digital Services Act / DSA“) und stellt einen reinen Hosting-Dienst bereit. Er wird zu keinem Zeitpunkt selbst Vertragspartei der zwischen Inserenten und Interessenten geschlossenen Verträge und bietet die inserierten Waren oder Dienstleistungen weder im eigenen Namen noch auf eigene Rechnung an.

(3) Eine systematische Vorabprüfung der von Inserenten eingestellten Inhalte auf Richtigkeit, Vollständigkeit, Qualität, Rechtmäßigkeit oder Verfügbarkeit findet nicht statt. Es gelten die Haftungsprivilegien gemäß Art. 4 bis 6 DSA sowie §§ 7 bis 10 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG).

(4) Der Leistungsumfang richtet sich nach dem vom Inserenten gewählten Abonnement-Paket gemäß § 6 dieser AGB. Im Einzelnen umfasst die Leistung insbesondere:

  • a) Bereitstellung eines Nutzerkontos und einer Inserate-Verwaltung,
  • b) Veröffentlichung der vom Inserenten erstellten Inserate auf der Plattform,
  • c) Bereitstellung einer Such- und Filterfunktion für Interessenten,
  • d) Bereitstellung einer Kontakt-/Nachrichtenfunktion zwischen Inserent und Interessent,
  • e) ggf. weitere Funktionen entsprechend dem gebuchten Paket.

(5) Der Betreiber schuldet keinen wirtschaftlichen Erfolg, insbesondere weder das Zustandekommen eines Vertrages zwischen Inserent und Interessent noch eine bestimmte Anzahl von Anfragen oder Verkäufen.

(6) Der Betreiber bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform, gewährleistet jedoch keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungsarbeiten, technische Störungen und Ausfälle bei Drittanbietern können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.

(7) Der Betreiber ist berechtigt, Funktionen, Gestaltung und technische Spezifikationen der Plattform jederzeit anzupassen, zu erweitern oder einzuschränken, soweit dies dem Nutzer zumutbar ist und der Hauptleistungszweck unberührt bleibt.

§ 3 Registrierung und Nutzerkonto

(1) Die Veröffentlichung von Inseraten setzt eine Registrierung mit Anlage eines Nutzerkontos sowie den Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements gemäß § 6 voraus.

(2) Zur Registrierung berechtigt sind ausschließlich unbeschränkt geschäftsfähige natürliche Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres sowie juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften.

(3) Im Rahmen der Registrierung sind sämtliche abgefragten Pflichtangaben wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben. Änderungen sind unverzüglich im Nutzerkonto zu aktualisieren.

(4) Gewerbliche Inserenten sind gemäß Art. 30 DSA („Know Your Business Customer“) verpflichtet, vor Veröffentlichung des ersten Inserats folgende Angaben zu hinterlegen und auf Anforderung mit geeigneten Nachweisen zu belegen:

  • a) Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse,
  • b) eine Kopie eines amtlichen Identitätsdokuments oder eine sonstige elektronische Identifizierung,
  • c) Bankverbindung oder Zahlungskontoangaben,
  • d) Handelsregistereintragung (sofern vorhanden) und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (sofern vorhanden),
  • e) eine Selbsterklärung, ausschließlich rechtmäßige Produkte und Dienstleistungen anzubieten.

(5) Der Betreiber unternimmt angemessene Anstrengungen, um die Richtigkeit der nach Absatz 4 übermittelten Angaben zu überprüfen (Art. 30 Abs. 2 DSA), und kann die Veröffentlichung von Inseraten bis zur erfolgreichen Verifikation aussetzen.

(6) Die Zugangsdaten zum Nutzerkonto sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Betreiber unverzüglich zu informieren.

(7) Pro Person bzw. pro Unternehmen darf grundsätzlich nur ein Nutzerkonto eingerichtet werden. Mehrfachkonten bedürfen der vorherigen Zustimmung des Betreibers in Textform.

(8) Ein Anspruch auf Registrierung oder Aufrechterhaltung eines Nutzerkontos besteht nicht, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen. Der Betreiber kann die Registrierung ohne Angabe von Gründen ablehnen.

§ 4 Pflichten und Verantwortlichkeit der Nutzer / Verkäufer

(1) Der Inserent ist allein und uneingeschränkt verantwortlich für:

  • a) sämtliche von ihm eingestellten Inhalte (Texte, Bilder, Videos, Beschreibungen, Preise),
  • b) die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben,
  • c) die Rechtmäßigkeit der angebotenen Waren und Dienstleistungen,
  • d) das Vorliegen sämtlicher behördlicher Genehmigungen, sofern erforderlich,
  • e) die ordnungsgemäße Abwicklung des Vertrags mit dem Interessenten (Lieferung, Mängelhaftung, Rückabwicklung, Reklamationen).

(2) Der Inserent verpflichtet sich, alle ihn als Anbieter treffenden gesetzlichen Pflichten eigenverantwortlich zu erfüllen, insbesondere:

  • a) Impressumspflicht gemäß § 5 DDG,
  • b) vorvertragliche Informationspflichten gegenüber Verbrauchern (Art. 246a EGBGB, § 312d BGB),
  • c) Widerrufsbelehrung gegenüber seinen Kunden gemäß §§ 355 ff. BGB,
  • d) Preisangabenverordnung (PAngV) einschließlich Grundpreisangaben,
  • e) Hinweise auf die gesetzliche Mängelhaftung (§§ 434 ff. BGB),
  • f) ggf. Hinweise nach § 36 VSBG zur Verbraucherstreitbeilegung,
  • g) Anforderungen an die Produktsicherheit gemäß Verordnung (EU) 2023/988 (GPSR),
  • h) Erfüllung sämtlicher steuerlicher Pflichten einschließlich Meldepflichten nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG).

(3) Der Inserent versichert, über sämtliche Rechte (insbesondere Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechte) an den von ihm eingestellten Inhalten zu verfügen oder über entsprechende Nutzungsrechte zu verfügen, die ihm die Veröffentlichung auf der Plattform und die Einräumung der nachfolgenden Lizenz erlauben.

(4) Der Inserent räumt dem Betreiber für die Dauer der Veröffentlichung ein einfaches, räumlich unbeschränktes, unentgeltliches Nutzungsrecht an den eingestellten Inhalten ein, das den Betreiber berechtigt, die Inhalte zum Zweck des Plattformbetriebs zu speichern, zu vervielfältigen, öffentlich zugänglich zu machen, zu bearbeiten (insb. zu skalieren, zu komprimieren) sowie zur Bewerbung der Plattform (z. B. Vorschau-Bilder in Suchmaschinen, Social-Media-Vorschauen) zu nutzen.

(5) Der Inserent ist verpflichtet, gegenüber Interessenten transparent anzugeben, ob er als gewerblicher oder privater Anbieter auftritt. Die wahrheitswidrige Angabe einer privaten Verkäufereigenschaft stellt eine schwerwiegende Pflichtverletzung dar und berechtigt zur fristlosen Sperrung gemäß § 13 dieser AGB.

(6) Der Nutzer wird die Plattform ausschließlich für die vorgesehenen Zwecke nutzen und insbesondere keine technischen Maßnahmen vornehmen, die geeignet sind, die Funktion der Plattform zu beeinträchtigen oder unzulässig auf Daten zuzugreifen (insbesondere kein Scraping, Reverse Engineering, automatisierte Massenabfragen ohne Genehmigung).

§ 5 Verbotene Inhalte und Nutzung

(1) Es ist dem Nutzer untersagt, Inhalte einzustellen, zu verbreiten oder zugänglich zu machen, die:

  • a) gegen geltendes Recht verstoßen, insbesondere gegen Strafgesetze (z. B. §§ 86, 86a, 130, 184, 184b, 263 StGB);
  • b) Rechte Dritter verletzen, insbesondere Urheber-, Marken-, Patent-, Geschmacksmuster-, Persönlichkeits-, Datenschutz- oder sonstige Schutzrechte;
  • c) gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verstoßen, insbesondere irreführende, getarnte oder vergleichende Werbung, gefälschte Bewertungen oder unzulässige Preisangaben;
  • d) Waren oder Dienstleistungen betreffen, deren Vertrieb genehmigungs- oder erlaubnispflichtig ist und für die der Inserent nicht über die erforderlichen Genehmigungen verfügt (z. B. Arzneimittel [AMG], Waffen und Munition [WaffG], alkoholische Getränke und Tabakwaren, Glücksspiele [GlüStV], Finanzprodukte [WpHG, KWG]);
  • e) gegen die Anforderungen der Verordnung (EU) 2023/988 (Allgemeine Produktsicherheit, GPSR) verstoßen oder Produkte ohne CE-Kennzeichnung anbieten, soweit eine solche erforderlich ist;
  • f) gefälschte Waren / Plagiate darstellen oder die Schutzrechte Dritter verletzen;
  • g) jugendgefährdende, pornografische, gewaltverherrlichende, diskriminierende, rassistische, beleidigende, belästigende oder anderweitig anstößige Inhalte enthalten;
  • h) personenbezogene Daten Dritter ohne deren Einwilligung oder sonstige Rechtsgrundlage enthalten;
  • i) Schadsoftware, Phishing-Inhalte, Spam, kommerzielle Massenkommunikation oder Kettenbrief-ähnliche Inhalte enthalten;
  • j) gegen Sanktions- oder Embargobestimmungen verstoßen.

(2) Untersagt sind ferner folgende Nutzungspraktiken:

  • a) Anlegen oder Nutzen von Mehrfachkonten zum Zweck der Umgehung von Sperren oder der Manipulation der Plattform;
  • b) Manipulation von Bewertungen, Rankings, Klick- oder Aufrufstatistiken;
  • c) automatisierter Abruf oder Auslesen von Plattforminhalten („Scraping“) ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung;
  • d) Verwendung der Kontakt- und Nachrichtenfunktion für unaufgeforderte Werbung („Spam“);
  • e) jegliche Versuche, die Sicherheits- oder Authentifizierungsmechanismen der Plattform zu umgehen oder zu kompromittieren;
  • f) Umgehung der Plattform-Vermittlung mit dem Zweck, die Inserats- oder Provisionsgebühren zu hintergehen, soweit dies vertraglich oder gesetzlich unzulässig ist.

(3) Verstöße gegen die Verbote dieser Vorschrift berechtigen den Betreiber zu den in § 13 geregelten Maßnahmen, insbesondere zur sofortigen Entfernung des Inhalts, zur Sperrung des Nutzerkontos und zur außerordentlichen Kündigung des Vertrages, ohne dass es einer vorherigen Abmahnung bedarf.

(4) Jede Person kann dem Betreiber Verstöße gegen die vorstehenden Verbote über die unter https://123yo.de/inhalt-melden bereitgestellte Meldefunktion anzeigen (Notice-and-Action-Verfahren gemäß Art. 16 DSA). Der Betreiber bestätigt den Eingang der Meldung unverzüglich elektronisch und entscheidet zeitnah, begründet und unter Hinweis auf bestehende Rechtsbehelfe (Art. 17 DSA – „Statement of Reasons“).

§ 6 Abonnements, Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Die Nutzung der Plattform durch Inserenten erfolgt im Rahmen eines kostenpflichtigen Abonnements. Folgende Pakete stehen zur Auswahl:

PaketAbrechnungszeitraumPreis (Endpreis)
Basismonatlich5,00 €
Standardalle 6 Monate24,00 €
Premiumjährlich36,00 €

Die jeweils aktuelle Übersicht ist unter https://123yo.de/mitglied-werden/ einsehbar.

(2) Der Betreiber ist Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG. Es wird daher gemäß § 19 Abs. 1 UStG keine Umsatzsteuer berechnet und in Rechnungen nicht gesondert ausgewiesen. Alle angegebenen Preise sind Endpreise.

(3) Der Vertrag über das Abonnement kommt mit Bestätigung der Bestellung durch den Betreiber per E-Mail oder mit der Freischaltung des kostenpflichtigen Bereichs zustande. Der Betreiber bestätigt dem Verbraucher zugleich den Vertragsinhalt einschließlich dieser AGB auf einem dauerhaften Datenträger (§ 312f Abs. 3 BGB).

(4) Bei Verbrauchern erfolgt der Bestellprozess gemäß § 312j Abs. 3 BGB über eine Schaltfläche, die ausdrücklich mit „Zahlungspflichtig bestellen“ oder einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet ist.

(5) Die Vergütung wird mit Vertragsschluss für die jeweilige Abrechnungsperiode im Voraus fällig. Die Zahlung erfolgt über die im Bestellprozess angebotenen Zahlungsarten (PayPal, Kreditkarte sowie Vorkasse/Überweisung).

(6) Bei Zahlungsverzug ist der Betreiber berechtigt:

  • a) das Nutzerkonto und die Veröffentlichung von Inseraten bis zum vollständigen Ausgleich offener Forderungen zu sperren,
  • b) den gesetzlichen Verzugszins (§ 288 BGB) zu verlangen,
  • c) eine Mahnpauschale gemäß § 288 Abs. 5 BGB zu erheben (gegenüber Unternehmern),
  • d) das Vertragsverhältnis bei nachhaltigem Zahlungsverzug außerordentlich zu kündigen.

(7) Die Rechnungsstellung erfolgt elektronisch (PDF) per E-Mail an die im Nutzerkonto hinterlegte Adresse. Der Inserent erteilt hierzu seine ausdrückliche Zustimmung.

(8) Eine Aufrechnung des Inserenten ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen zulässig. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Inserent nur insoweit ausüben, als seine Gegenforderung auf demselben Vertragsverhältnis beruht.

§ 7 Automatische Verlängerung des Abonnements

(1) Das Abonnement wird auf eine Erstlaufzeit von einem (1) Monat abgeschlossen.

(2) Das Abonnement verlängert sich nach Ablauf der Erstlaufzeit automatisch jeweils um einen weiteren Monat, sofern es nicht zuvor unter Einhaltung der nachfolgenden Frist gekündigt wird.

(3) Kündigungsfristen:

  • a) Verbraucher (§ 13 BGB): Nach automatischer Verlängerung kann das Abonnement gemäß § 309 Nr. 9 lit. b BGB jederzeit mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden.
  • b) Unternehmer (§ 14 BGB): Es gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Ende der jeweiligen Verlängerungsperiode.

(4) Der Betreiber wird Verbraucher rechtzeitig vor Ablauf der jeweiligen Vertragsperiode in Textform (z. B. per E-Mail) auf die bevorstehende automatische Verlängerung sowie auf die Kündigungsmöglichkeit hinweisen.

(5) Die Kündigung kann jederzeit erfolgen über:

  • a) den Kündigungsbutton im Nutzerkonto gemäß § 312k BGB („Verträge im elektronischen Geschäftsverkehr kündigen“),
  • b) Textform an info@123yo.de oder die Postanschrift des Betreibers gemäß § 1 Abs. 1.

(6) Die Bestätigung der Kündigung wird dem Inserenten unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger zugesandt; sie umfasst insbesondere den Inhalt der Kündigung sowie den Zeitpunkt, zu dem die Kündigung wirksam wird (§ 312k Abs. 4 BGB).

§ 8 Widerrufsrecht und dessen Ausschluss (sofortige Dienstleistungserbringung)

A. Widerrufsbelehrung (für Verbraucher)

Verbrauchern (§ 13 BGB) steht beim Abschluss eines Fernabsatzvertrags grundsätzlich ein Widerrufsrecht nach §§ 355, 356 BGB zu.

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns

Tu-Thuong Tran, Petersburger Straße 40, 10249 Berlin
Telefon: +49 1522 4592444, E-Mail: info@123yo.de

mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das in Anlage 1 beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

B. Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts (§ 356 Abs. 4 BGB)

(1) Der vom Betreiber geschuldete Dienst (Bereitstellung der Plattform und Veröffentlichung der Inserate gegen Zahlung des Abo-Preises) ist eine Dienstleistung im Sinne des § 356 Abs. 4 BGB, die unmittelbar mit Vertragsschluss beginnt.

(2) Vor Abschluss des Bestellvorgangs muss der Verbraucher durch aktives Setzen einer separaten, nicht vorausgewählten Checkbox folgende Erklärung ausdrücklich abgeben:

☐ „Ich verlange ausdrücklich, dass 123yo mit der Ausführung der beauftragten Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt. Mir ist bekannt, dass ich mein Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung durch 123yo verliere.“

(3) Rechtsfolge: Sind die Voraussetzungen des Absatzes 2 erfüllt und hat der Betreiber die Dienstleistung vollständig erbracht, erlischt das Widerrufsrecht des Verbrauchers gemäß § 356 Abs. 4 Satz 1 BGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 lit. a der Richtlinie 2011/83/EU in der Fassung der Richtlinie (EU) 2019/2161.

(4) Bei Widerruf während der Vertragsdurchführung: Übt der Verbraucher sein Widerrufsrecht aus, nachdem er das Verlangen nach Absatz 2 gestellt hat, die Dienstleistung jedoch noch nicht vollständig erbracht ist, schuldet er dem Betreiber Wertersatz für die bis zum Widerruf bereits erbrachten Leistungen gemäß § 357a Abs. 2 BGB. Der Wertersatz wird anteilig nach dem Verhältnis der bereits erbrachten Leistungen zum Gesamtumfang der vertraglich geschuldeten Leistungen berechnet.

(5) Der Betreiber wird dem Verbraucher die Erklärung nach Absatz 2 sowie den Inhalt dieser Belehrung unverzüglich nach Vertragsschluss auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. per E-Mail) bestätigen (§ 312f Abs. 3 BGB).

(6) Für Unternehmer (§ 14 BGB) besteht kein Widerrufsrecht.

§ 9 Haftungsbeschränkung des Plattformbetreibers

(1) Der Betreiber haftet nicht für:

  • a) die Richtigkeit, Vollständigkeit, Qualität, Rechtmäßigkeit oder Verfügbarkeit der von Inserenten eingestellten Inhalte und Angebote,
  • b) das Zustandekommen, die Erfüllung und die ordnungsgemäße Abwicklung der zwischen Inserent und Interessent geschlossenen Verträge,
  • c) Schäden, die dem Nutzer aus der Verletzung gesetzlicher oder vertraglicher Pflichten durch andere Nutzer entstehen.

(2) Für rechtswidrige Inhalte Dritter haftet der Betreiber nach Maßgabe der Art. 4 bis 6 DSA sowie der §§ 7 bis 10 DDG nur insoweit, als er nach konkreter Kenntniserlangung von einer offensichtlichen Rechtswidrigkeit nicht unverzüglich tätig geworden ist.

(3) Der Betreiber haftet unbeschränkt:

  • a) bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
  • b) bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit,
  • c) nach den Bestimmungen des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG),
  • d) bei Übernahme einer Garantie oder eines Beschaffungsrisikos,
  • e) bei arglistigem Verschweigen eines Mangels.

(4) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Betreiber – außer in den Fällen des Absatzes 3 – nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten („Kardinalpflichten“). Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht, deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung der Höhe nach auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(5) Eine darüber hinausgehende Haftung – insbesondere für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Datenverluste oder Folgeschäden – ist ausgeschlossen, soweit sich nicht aus den vorstehenden Absätzen etwas anderes ergibt.

(6) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Erfüllungsgehilfen und Mitarbeiter des Betreibers, soweit Ansprüche unmittelbar gegen diese geltend gemacht werden.

(7) Der Betreiber übernimmt keine Verfügbarkeitsgarantie. Vorübergehende Unterbrechungen der Erreichbarkeit der Plattform aufgrund von Wartungsarbeiten, technischen Störungen oder Ausfällen Dritter (z. B. Hosting-Provider, Internet-Service-Provider) begründen keine Schadensersatz- oder Minderungsansprüche, soweit die Beeinträchtigung den vereinbarten Leistungsumfang nicht wesentlich überschreitet.

§ 10 Freistellung durch den Nutzer

(1) Der Nutzer stellt den Betreiber von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die diese gegen den Betreiber wegen einer Verletzung ihrer Rechte durch vom Nutzer eingestellte Inhalte oder durch ein vom Nutzer angebotenes Geschäft geltend machen. Dies umfasst insbesondere Ansprüche aus:

  • a) Verletzung von Urheber-, Marken-, Patent-, Geschmacksmuster- oder sonstigen Schutzrechten,
  • b) Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts,
  • c) Verletzung wettbewerbsrechtlicher Vorschriften (UWG),
  • d) Verletzung datenschutzrechtlicher Vorschriften (DSGVO, BDSG, TDDDG),
  • e) Verstößen gegen Strafgesetze,
  • f) Mängelhaftungs-, Gewährleistungs- und Garantieansprüchen aus den vom Nutzer geschlossenen Verträgen,
  • g) Ansprüchen Dritter aufgrund unrichtiger Angaben zur Verbraucher-/Unternehmereigenschaft.

(2) Die Freistellungspflicht umfasst auch die Übernahme der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung, einschließlich der gesetzlichen Anwalts- und Gerichtskosten sowie der Kosten gegnerischer Rechtsverfolgung, soweit diese der Höhe nach gerechtfertigt sind.

(3) Der Betreiber wird den Nutzer im Fall einer Inanspruchnahme unverzüglich über die Anspruchstellung informieren und ihm – soweit rechtlich möglich – Gelegenheit zur Mitwirkung an der Rechtsverteidigung geben. Der Betreiber wird ohne Zustimmung des Nutzers keine Anerkenntnisse oder Vergleiche abschließen, sofern dies nicht aus rechtlichen Gründen erforderlich ist.

(4) Die Freistellungspflicht entfällt, soweit der Nutzer die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat.

(5) Der Nutzer ist verpflichtet, dem Betreiber alle erforderlichen Informationen und Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die der Betreiber zur Erfüllung gesetzlicher Auskunftspflichten gegenüber Behörden, Gerichten oder Schutzrechtsinhabern benötigt (z. B. nach Art. 9, 10, 18 DSA).

§ 11 Datenschutz

(1) Der Betreiber verarbeitet personenbezogene Daten der Nutzer ausschließlich nach Maßgabe der Datenschutz-Grundverordnung (Verordnung (EU) 2016/679 – DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und des Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetzes (TDDDG).

(2) Einzelheiten zu Art, Umfang, Zweck und Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung sowie zu den Betroffenenrechten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.

(3) Der Nutzer ist verpflichtet, personenbezogene Daten Dritter (z. B. von Interessenten, mit denen er über die Plattform in Kontakt tritt) ausschließlich im Einklang mit den datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu verarbeiten. Soweit der Nutzer als eigenständig Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO Daten verarbeitet, hat er insbesondere zu erfüllen:

  • a) Informationspflichten gemäß Art. 13, 14 DSGVO,
  • b) Wahrung der Betroffenenrechte gemäß Art. 15 ff. DSGVO,
  • c) Bereitstellung einer eigenen Datenschutzerklärung,
  • d) ggf. Abschluss von Auftragsverarbeitungsverträgen mit eigenen Dienstleistern.

(4) Soweit ausnahmsweise eine gemeinsame Verantwortlichkeit im Sinne des Art. 26 DSGVO besteht, schließen Betreiber und Nutzer eine gesonderte Vereinbarung; die wesentlichen Inhalte dieser Vereinbarung werden den Betroffenen zur Verfügung gestellt.

(5) Cookies und vergleichbare Technologien werden nur eingesetzt, soweit der Nutzer hierin – sofern erforderlich – gemäß § 25 TDDDG wirksam eingewilligt hat oder die Speicherung bzw. der Zugriff unbedingt erforderlich ist, um einen vom Nutzer ausdrücklich gewünschten Telemediendienst zur Verfügung zu stellen.

(6) Datenschutzanfragen sind zu richten an: info@123yo.de.

§ 12 Änderungen der Nutzungsbedingungen

(1) Der Betreiber behält sich vor, diese AGB jederzeit anzupassen, soweit dies aufgrund einer Änderung der Rechtslage, höchstrichterlicher oder behördlicher Entscheidungen, technischer oder funktionaler Weiterentwicklungen der Plattform, Veränderungen der Marktbedingungen oder zur Schließung einer Regelungslücke erforderlich ist und den Nutzer dabei nicht unangemessen benachteiligt.

(2) Die geänderten AGB werden dem Nutzer mindestens 30 Tage vor ihrem geplanten Inkrafttreten in Textform (z. B. per E-Mail) angekündigt. Gegenüber gewerblichen Nutzern wird die in Art. 3 Abs. 2 P2B-Verordnung vorgesehene Mindestankündigungsfrist von 15 Tagen in jedem Fall eingehalten und – sofern die Änderungen technische oder operative Anpassungen beim Nutzer erfordern – angemessen verlängert.

(3) Widerspricht der Nutzer den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung in Textform, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Betreiber wird den Nutzer in der Änderungsmitteilung gesondert auf die Frist, das Widerspruchsrecht, die Bedeutung des Schweigens und die Möglichkeit zur Kündigung hinweisen.

(4) Im Falle eines fristgerechten Widerspruchs gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort. Der Betreiber ist in diesem Fall berechtigt, das Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der geänderten AGB außerordentlich zu kündigen, wenn ihm die Fortführung zu den bisherigen Bedingungen unzumutbar ist. Der Nutzer ist seinerseits berechtigt, das Vertragsverhältnis mit Wirkung zum Inkrafttreten der Änderung außerordentlich zu kündigen.

(5) Änderungen der Hauptleistungspflichten und der vertragswesentlichen Entgelte können nicht im Wege der Änderungsklausel nach den vorstehenden Absätzen, sondern nur einvernehmlich vereinbart werden.

§ 13 Laufzeit und Kündigung

(1) Das Vertragsverhältnis beginnt mit der Bestätigung der Registrierung bzw. dem Vertragsschluss über das gewählte Abonnement gemäß § 6.

(2) Ordentliche Kündigung: Es gelten die Regelungen zur Laufzeit und automatischen Verlängerung gemäß § 7 dieser AGB.

(3) Außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund: Beide Vertragsparteien sind berechtigt, das Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Frist zu kündigen. Ein wichtiger Grund liegt für den Betreiber insbesondere vor, wenn:

  • a) der Nutzer wesentliche Pflichten aus diesen AGB schuldhaft verletzt, insbesondere gegen § 4 oder § 5 verstößt,
  • b) der Nutzer mit der Zahlung fälliger Beträge länger als 30 Tage in Verzug ist,
  • c) gegen den Nutzer ein Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse abgewiesen wird,
  • d) der Nutzer wiederholt rechtswidrige Inhalte einstellt im Sinne von Art. 23 DSA („Maßnahmen gegen Missbrauch“),
  • e) eine behördliche oder gerichtliche Anordnung dies erfordert.

(4) Maßnahmen unterhalb der Kündigungsschwelle: Der Betreiber kann nach pflichtgemäßem Ermessen statt einer Kündigung mildere Maßnahmen ergreifen, insbesondere:

  • a) Entfernung oder Sperrung einzelner Inhalte,
  • b) Verwarnung,
  • c) vorübergehende Sperrung des Nutzerkontos,
  • d) Einschränkung einzelner Funktionen.

(5) Begründungspflicht: Über die Sperrung von Inhalten oder Konten wird der betroffene Nutzer unverzüglich und in begründeter Form auf einem dauerhaften Datenträger informiert (Art. 17 DSA – „Statement of Reasons“). Der Nutzer wird zugleich auf bestehende Rechtsbehelfe hingewiesen, insbesondere auf das interne Beschwerdeverfahren unter https://123yo.de/beschwerde sowie auf die Möglichkeit der außergerichtlichen Streitbeilegung gemäß Art. 21 DSA.

(6) Besonderheiten bei gewerblichen Nutzern (P2B): Bei einer beabsichtigten Beendigung der Diensterbringung gegenüber einem gewerblichen Nutzer beachtet der Betreiber die Anforderungen des Art. 4 P2B-Verordnung, insbesondere:

  • a) Begründung der Maßnahme auf einem dauerhaften Datenträger,
  • b) Einhaltung einer Vorankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen,
  • c) Hinweis auf das interne Beschwerdeverfahren.

Auf die Vorankündigungsfrist kann verzichtet werden, wenn ein gesetzlicher oder regulatorischer Zwang besteht oder ein zwingender Grund nach Art. 4 Abs. 4 P2B-VO vorliegt (insbesondere wiederholte Verstöße).

(7) Jede Kündigung bedarf der Textform (§ 126b BGB). Die Kündigung kann auch über den Kündigungsbutton im Nutzerkonto gemäß § 312k BGB erklärt werden (§ 7 Abs. 5).

(8) Folgen der Vertragsbeendigung: Mit Beendigung des Vertrages werden alle vom Nutzer eingestellten Inserate von der Plattform entfernt. Der Nutzer ist verpflichtet, vor Vertragsende selbst eine Datensicherung seiner Inhalte vorzunehmen. Der Betreiber löscht personenbezogene Daten nach Maßgabe der gesetzlichen Aufbewahrungs- und Löschpflichten.

§ 14 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

(1) Anwendbares Recht: Auf das Vertragsverhältnis zwischen Betreiber und Nutzer findet ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) Anwendung.

(2) Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der Schutz entzogen wird, der dem Verbraucher durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates gewährt wird, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-Verordnung, Verordnung (EG) Nr. 593/2008).

(3) Gerichtsstand: Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag Berlin. Der Betreiber ist berechtigt, den Nutzer auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.

(4) Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

(5) Außergerichtliche Streitbeilegung – Verbraucher: Der Betreiber ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG) teilzunehmen (§§ 36, 37 VSBG).

(6) Außergerichtliche Streitbeilegung – gewerbliche Nutzer (P2B): Der Betreiber ist Kleinst- bzw. Kleinunternehmen im Sinne des Anhangs der Empfehlung 2003/361/EG. Die Verpflichtung zur Benennung von Mediatoren gemäß Art. 12 der Verordnung (EU) 2019/1150 (P2B) findet daher nach Art. 1 Abs. 3 P2B-VO auf den Betreiber keine Anwendung. Unbenommen bleibt die Möglichkeit der Parteien, im Einzelfall einvernehmlich eine Mediation zu vereinbaren.

§ 15 Schlussbestimmungen / Salvatorische Klausel

(1) Vertragssprache ist Deutsch. Soweit Übersetzungen dieser AGB in andere Sprachen bereitgestellt werden, dienen diese ausschließlich Informationszwecken; im Streitfall gilt die deutsche Fassung.

(2) Textformerfordernis: Änderungen, Ergänzungen und Nebenabreden zu diesem Vertrag bedürfen der Textform (§ 126b BGB). Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses. Individuelle Vertragsabreden zwischen Betreiber und Nutzer haben Vorrang vor diesen AGB (§ 305b BGB).

(3) Abtretung: Der Nutzer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ohne vorherige Zustimmung des Betreibers in Textform an Dritte zu übertragen. Der Betreiber ist berechtigt, im Wege der Rechtsnachfolge (z. B. Verschmelzung, Spaltung, Übertragung des Geschäftsbetriebs) die Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag auf einen Rechtsnachfolger zu übertragen; in diesem Fall steht dem Nutzer ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.

(4) Kein Verzicht: Die Nichtausübung oder verspätete Ausübung eines Rechts aus diesem Vertrag stellt keinen Verzicht auf dieses Recht dar.

(5) Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, ungültig oder undurchführbar sein oder werden, oder sollte sich in diesen AGB eine Lücke herausstellen, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen, ungültigen oder undurchführbaren Bestimmung tritt die einschlägige gesetzliche Regelung. Im Verhältnis zwischen Unternehmern wird die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Regelung ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Regelung am nächsten kommt; Entsprechendes gilt für die Ausfüllung von Regelungslücken.

(6) Inkrafttreten: Diese AGB treten am 24.06.2026 in Kraft.

Anlage 1 – Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)

An: Tu-Thuong Tran, Petersburger Straße 40, 10249 Berlin, E-Mail: info@123yo.de

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):

____________________________________________

  • Bestellt am (*) / erhalten am (*): ____________________
  • Name des/der Verbraucher(s): ____________________
  • Anschrift des/der Verbraucher(s): ____________________
  • Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): ____________________
  • Datum: ____________________

(*) Unzutreffendes streichen.

Stand: 24.06.2026 · Version: 1.1 · Betreiber: Tu-Thuong Tran, Petersburger Straße 40, 10249 Berlin